Perfekter Kaffee

Besser als im Bistro

Nie schnackt es sich so gemütlich wie bei einem Kaffee zu Hause am eigenen Küchentisch. Nachbarn, Freunde oder Familie: Ganz egal, wer da kommt. Guter Kaffee und guter Gesprächsstoff sind einfach nicht zu toppen.

Aber wie geht das nun, mit dem wirklich guten Kaffee? Von der einfachen Bäckerei bis hin zu Bistro und Restaurant wirbt man ja neuerdings damit, dass nur der echte Barista den Kaffee kann.

Die Kaffeesorte muss stimmen

Wer es gerne etwas stärker mag, wird mit Mokka oder Espresso experimentieren. Die gehören aber nicht in die einfache Maschine für Filterkaffee. Und neben der Kaffeeart sind dann auch noch solche Feinheiten wie Dosierung, Wasserhärte, Mahlgrad des Kaffeepulvers und die Temperatur beim Aufbrühen wichtig. Die richtigen Tipps für wirklich guten Kaffee gibt u.a. das Hamburger Unternehmen Tchibo, die Marke vertreibt nicht nur die unterschiedlichen Kaffeesorten. Was in der hauseigenen Kaffee-Akademie gelehrt wird, kann auch zu Hause umgesetzt werden.

Der Klassiker Filterkaffee

Filterkaffee ist in den letzten Jahren etwas in Verruf geraten aber völlig zu Unrecht. Denn der Kaffee aus dem Handfilter oder einer gut gepflegten Maschine schmeckt doch gut. Bestens geeignet ist frisches Wasser mit mittlerem Härtegrad. Bei zu weichem Wasser kommen die Säuren des Kaffees eher zum Tragen, bei zu hartem Wasser verschwinden sie ganz. Das Kaffeepulver sollte etwa mittelfein gemahlen sein. Mit 7 g bis 8 g Kaffeepulver sollte man für eine Tasse von 125 ml rechnen.

Für Genießer: Die Siebträgermaschine

Café Crema und Espresso kann die Siebträgermaschine wirklich gut. Die italienischen Kaffeespezialitäten benötigen Zeit, denn die Maschine muss immer erst vorgeheizt werden. Dabei wird der Siebträger leer eingespannt, so dass das durchlaufende heiße Wasser ihn anwärmen kann. Die Tassen sollten ebenfalls vorgeheizt werden. Für die Siebträgermaschine sollte das Kaffeepulver sehr fein gemahlen sein, sonst läuft das Wasser zu schnell durch und nimmt kaum Geschmack mit. Ist das Pulver zu fein gehmahlen oder zu fest eingedrückt in das Sieb, wird der Kaffee zu bitter. Hier reichen 8 g Kaffeemehl je Shot.

Elegant und einfach: Die French Press

Die französische Kaffeepresse gilt als Instrument puren Genusses. Sie ist simpel, umweltfreundlich und kann sehr leckeren Kaffee generieren. Dabei sollte die Kanne stets vorgewärmt und das Wasser mit dem Wasserkocher aufgeheizt werden. Optimal ist die Wassertemperatur bei etwa 95° C, nach dem Aufkochen darf das Wasser also noch kurz stehen bleiben. Das Kaffeepulver sollte einen groben Mahlgrad haben, weil es in der French Press sonst durch das Sieb in den Kaffee gerät. Wenn es in etwa wie grobes Meersalz aussieht, ist es richtig. Auf eine Tasse von 125 ml werden 8 g bis 9 g Kaffeepulver gegeben.

Mehr Dessert als Kaffee: Türkischer Mokka

Gewöhnungsbedürftig ist der Mokka mit seinem Kaffeesatz, den Gewürzen und dem vielen Zucker schon. Aber er schmeckt eben auch besonders. Für den Mokka wird das Kaffeepulver so fein wie möglich gemahlen. Es kommt schon beim Aufkochen mit ins Wasser und bleibt darin. Je Tasse (das sind etwa 50 ml) wird ein gehäufter Teelöffel Kaffeepulver gerechnet. Die Zubereitung ist einfach: Das Wasser wird zum Kochen gebracht, der Kaffee dazugegeben und alles noch einmal aufgekocht. Wenn sich Schaum bildet, kommt der Kaffee kurz von der Heizplatte, wird umgerührt, anschließend noch einmal aufgekocht. Der Schaum wird mit dem Kaffee auf die Tassen verteilt und mitgetrunken.

Kaffee ist Kultur

Das sind nur ein paar einzelne Zubereitungsmöglichkeiten. In jedem Land der Welt wird der Kaffee ein wenig anders zubereitet, überall hat er seinen ganz eigenen Geschmack. Kaffee transportiert auch immer ein wenig der Kultur, des Gemüts des Volkes, das ihn zubereitet.

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© Lokstedt-online.de 19.07.2018